
Das Austrian Economics Center hat den Tax Freedom Day rückwirkend bis zum Jahr 1976 berechnet.

Historisch betrachtet hat sich dieser Tag vom 23. Juni im Jahr 1976 bis zum 31. Juli 2011, weiter nach hinten verschoben. Seit dem Höchststand, am 22. August 2001, hat der Tax Freedom Day jedoch eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen, mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 2008. Gerade Wirtschaftskrisen, wie das Platzen der Internetblase im Jahr 2001 oder die Finanzkrise in 2008, hatten einen negativen Effekt auf das Datum des Tax Freedom Days. Dies geht einerseits einher mit dem Rückgang des Volkseinkommens und einer fiskalpolitischen Inflexibilität, sowie eines höheren Bedarfs an Arbeitslosen- und Sozialunterstützung.

Ob der Trend eines jährlich späteren Tax Freedom Days und somit einer überproportionalen Steuer- und Abgabenbelastung jedoch nachhaltig durchbrochen wurde, kann bezweifelt werden. Seit 1976 stieg das Volkseinkommen jährlich im Durchschnitt um 14%, während die Steuern und Sozialabgaben jährlich um 17% gestiegen sind. Die volkswirtschaftliche Einkommensbelastungsquote, also das Verhältnis von Steuern und Sozialabgaben zum Volkseinkommen, ist im gleichen Zeitraum von 49% auf über 57% im Jahr gewachsen.
Ein wichtiger Aspekt neben dem der steigenden Abgabenbelastung stellt die zunehmende Staatsverschuldung dar. Eine wachsende Steuerlast geht nicht automatisch einher mit einer Tilgung des öffentlichen Schuldenstandes. Vielmehr steigt der Schuldenstand unaufhörlich weiter, was zu einer zunehmenden Belastung für kommende Generationen führt. Damit zukünftige Generationen in der Lage sind diese Schulden zu tilgen, müssen entweder die Ausgaben des Staates deutlich gesenkt werden oder die Steuerlast müsste weiter steigen, was wiederum zu einem noch späteren Tax Freedom Day führen würde.

Ein heutiges Budgetdefizit, welches durch Neuverschuldung beglichen wird, lässt somit uns und unsere Nachkommen in Zukunft noch länger für den Staat arbeiten.



